| Nord-Male Atoll |
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Tauchgänge im März 2003 Viele der hier beschriebenen Tauchplätze werden nur von Eriyadu aus angefahren. Tatsächlich ist es in den zwei Wochen meines Urlaubs kein einziges Mal vorgekommen, dass sich ein weiteres Boot an einem der Spots befand. In Ägypten wäre so etwas undenkbar... Zusammen mit Inselnamen und Tauchplatzbezeichnungen tauchen immer wieder einige Begriffe oder Wortendungen auf. Die wichtigsten sind:
Die im folgenden beschriebenen Tauchplätze stellen nur eine kleine Auswahl der besuchten Plätze dar. Hembadhoo WrackDas Hausriff der Touristeninsel Hembadhoo ist sehr attraktionsarm. Um diesem Zustand Abhilfe zu geben, wurde Ende der 80er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts ein kleines Schiff versenkt, welches noch völlig intakt, aber nur spärlich bewachsen ist. Anstelle eines üppigen Bewuchses ist es jedoch von einer großen Menge verschiedenster Fische bewohnt. MadigaaObwohl dieser Platz nahe dem Außenriff liegt, hat sich hier eine Felsformation herausgebildet, die einen sehr geschützten Platz zum Tauchen bietet. In rund 27 Metern Tiefe findet sich eine große Sandfläche. Zu Beginn taucht man auf dieser Fläche ab, bewegt sich langsam zur Kante des Außenriffs und danach spiralförmig entlang des Riffs wieder hoch. Das besondere ist die Lage des Tauchplatzes: Sie führt dazu, dass hier mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit trotz der fehlenden Strömung Haisichtungen möglich sind. Die Tiere sind in der Regel ruhend am Sandgrund zu finden und lassen Taucher bis auf wenige Meter an sich heran. In einer Felsspalte entdeckten wir auch ganz junge Babyhaie, die hier während der Aufzucht versteckt gehalten und geschützt wurden. Ein sehr lohnenswerter, leicht zu betauchender Platz. The Wall / Batfish ReefZwei verschiedene Spots. Es handelt sich jeweils um schön bewachsene Steilwände im Inneren des Atolls, die auf bis zu 25-30 Meter abfallen. Keine spektakulären Großfische, aber viel kleines. Beim Batfish Reef Nacktschnecken in allen Farben. Helengeli TilaDer Tauchplatz liegt am Außenriff nahe der Insel Helengeli. Das Tila kommt bis ca. 13 Meter unter die Wasseroberfläche. Wie bei Tilas (siehe oben) üblich, ist durch die Lage im Kanal mit einiger Strömung zu rechnen. Daraus ergibt sich auch gleich ein etwas anspruchsvollerer Tauchgang. Zu Beginn wird auf das Dach des Tilas abgetaucht, dann geht es auf 30 Meter Tiefe entlang der Tila-Steilwand, die einige Überhänge hat, welche einen angenehmen Strömungsschatten ausbilden. Die Lage bedingt recht gute Chancen auf Großfischsichtungen: Beim Austauchen im Blauwasser flitzte ein Weißspitzenriffhai vorbei, auf dem Riffdach entdeckten wir einen großen Napoleon. Akiri CavesDieser Platz liegt nahe der unbewohnten Insel Akirifushi. An einer Steilwand wird auf dreißig Meter abgetaucht und dann in der Strömung entlang der Wand gedriftet. Die Wand hat immer wieder höhlenartige Öffnungen. Um in diese Öffnungen zu tauchen, ist eine gewisse Geschicklichkeit erforderlich, da die Strömung einen schon einmal schnell an den Öffnungen vorbeitreibt. Zurückschwimmen gegen die Strömung ist nicht möglich. Man kann sich auch von den tiefergelegenen Höhlenöffnungen an der Steilwand langsam nach oben zu weiteren Öffnungen hocharbeiten, bis man zum Austauchen auf dem Riffdach ankommt. Ein schon aufgrund der Form der Unterwasserlandschaft sehr schöner Platz. Blue CanyonGleich nach dem Sprung vom Boot muss zügig auf rund 20 Meter abgetaucht werden, denn erst in dieser Tiefe beginnt das Dach des Tila. Dabei ist zielsicher zu navigieren, damit einen die Strömung nicht ins Blaue am Spot vorbei wegtreibt. Vom Riffdach aus geht es noch einmal knappe zehn Meter tiefer. An einer Seite des Tila haben Felsen eine Art Canyon gebildet, durch den es zu tauchen gilt. Dieser Canyon liegt während des Nordost-Monsuns dann meist im Strömungsschatten des Tila und ist in großen Mengen mit intakten bläulichen Weichkorallen bewachsen. Neben den Korallen gab es eine Schildkröte, große Mengen Süßlippen, Drücker und einige Kugelfische. Ein sehr schöner, aber auch anspruchsvoller Tauchplatz. Blue Cave ("Blaue Grotte")Für alle, die über die Anforderungen von Blue Canyon nur lächeln können, gibt es noch eine Steigerung im Anspruch: Am nördlichen Atollrand, im äußerst strömungsreichen Gaafaru-Kanal zwischen dem Nord-Male-Atoll und dem Gaafaru-Atoll liegt dieser Tauchplatz. Zwei Höhlen bieten einen gewissen Schutz vor der starken Strömung und laden zum beobachten dessen ein, was so alles im Blauwasser vorbeiflitzt. Boduhiti TilaIn keinem Reisebericht, den ich vor meinem Urlaub gelesen hatte, fehlte dieser und der nächste Spot. Während des Nordost-Monsuns ist dieses Tila als Mantapoint bekannt. Hat man Glück und trifft auf Mantarochen, so wird meist nur bis auf das Dach des Tila in ca. 10 Metern Tiefe abgetaucht. Dort sucht man sich einen Strömungsschatten oder kleinen Fels zum Festhalten und kann durchaus den ganzen Tauchgang an diesem Platz verbringen. Die Show, die uns die Mantas lieferten, war einfach zu faszinierend, als das irgendjemand Lust hatte, große Wege zurückzulegen. Zum Ende des Tauchgangs bewegten wir uns doch noch etwas weiter, stießen auf eine Höhle mit einer riesigen Languste und hatten beim Auftauchen mal wieder einen Weißspitzenriffhai. FingerpointDer Haispot. Hier gibt es nahezu immer Haigarantie: Weißspitzen-, Schwarzspitzenriffhaie und graue Riffhaie waren hier versammelt. Normalerweise zieht es an diesem Spot immer recht anständig. Dass wir an einem Tag ohne Strömung da waren, hatte sogar die Guides überrascht, die große Fische jedoch nicht vertrieben. Nur die Sichtweiten litten stark darunter. |