Cozumel

Tauchgänge im September 2003 und Oktober 2005.

Das größte Barriereriff der Welt liegt vor Australien. Das zweitgrößte Barriereriff beginnt in Mexiko bei der Insel Cozumel direkt vor dem Ort Playa del Carmen und zieht sich bis nach Belize. Keine Frage, bei einem Urlaub an der Küste von Yucatan muss man hier zum Tauchen gewesen sein.

Organisation

Scuba Caribe, die zum RIU-Hotelkomplex gehörende Basis, bietet täglich Tagesausflüge nach Cozumel mit zwei Tauchgängen an. Durchgeführt werden sie dann, wenn eine ausreichende Teilnehmeranzahl zusammenkommt.

Man trifft sich an der Basis, packt sein Gerödel zusammen und steigt in das von der Tauchbasis organisierte Taxi oder den bereitstehenden Minivan. So geht es zum Hafen von Playa del Carmen. Zusammen mit dem Guide der Tauchbasis Scuba Caribe geht es danach an Bord der Schnellfähre nach Cozumel. Achtung: Diese Fähre ist mit einer Kühlkammer zu vergleichen, die Klimaanlage ist auf Extremwerte eingestellt.

Im Hafen von Cozumel wartet das Tauchboot. Scuba Caribe unterhält auf Cozumel keine eigene Infrastruktur. Man arbeitet mit der örtlichen Tauchbasis Blue Angel Dive Shop zusammen.

Blue Angel Dive Shop stellt das Boot, einen Teil der Crew und zusätzliche Guides sowie Flaschen und Blei. Das Boot war in einem nicht wirklich überzeugenden Zustand, ganz anders als die Scuba Caribe eigenen Schiffe: Zu klein für die Anzahl der Taucher, ein Sonnendeck, dass wegen geringer Traglast nur von wenigen Gästen genutzt werden konnte und eine Pumptoilette ohne Fäkalientank sind sicher nicht mehr der Standard, der heute erwartet werden darf.

Nach gut einstündiger Fahrt waren wir an einem der Tauchspots des Palancar-Riffs. Hier erfolgte der erste Tauchgang, danach ging es wieder Richtung Hafen von Cozumel zurück. Unterwegs wurde der zweite Tauchgang durchgeführt. Vor dem Erreichen des Hafens legten wir bei der Basis Blue Angel Dive Shop an, hier gab es einen kleinen Snack. Danach ging es wieder zurück zum Hafen von Cozumel, anschließend mit der Schnellfähre und dem Minivan zum Hotel.

All dies klingt zunächst einwandfrei organisiert. In der Theorie war es das auch, in der Praxis sorgte die Hektik des Scuba Caribe - Guides dafür, dass man zwischen Hafen, Boot und Minivan mitunter ziellos umhergeschickt wurde.

Für die Tauchgänge galt, dass alle Taucher dem Guide hinterher zu schwimmen hatten. Beim ersten Tauchgang wurde die Gruppe aufgeteilt und recht klein gehalten, so dass dies noch erträglich war. Beim zweiten Tauchgang jedoch mussten zehn Taucher einem Guide folgen, da auch hier eigenständiges Tauchen nicht erwünscht war. Rudeltauchen der abschreckenden Art.

Doch nun zu den beiden Tauchplätzen im Detail:

Palancar Bricks

Unser ersten Tauchspot war ein traumhafter Spot an einer abfallenden Steilwand mit zahllosen Felsen und Blöcken, die wie ein schräg liegendes Labyrinth wirkten. Neben Sichtweiten von 50 Metern gab es eine wunderbar intakte Unterwasserwelt zu sehen, wie sie kaum noch vorzufinden ist. Die Tauchtiefen lagen zwischen 20 und 30 Metern.

Palancar Gardens

Dieser Spot, der als zweites aufgesucht wurde, hatte eine durchschnittliche Tiefe von 10 Metern. Ebenfalls ein Platz mit enormen Sichtweiten, intakten Korallen und einem sehr großen Fischreichtum war dies ein sehr gemütlicher Tauchgang. Unverzeihlich, dass er nach fünfzig Minuten aufgrund der vorgegebenen Limits abgebrochen werden musste.