| Ibiza |
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Tauchgänge im September 2002 In der zweiten Septemberhälfte, für die Balearen schon Randsaison, gab es immer noch angenehm warmes Wasser. Die kälteste gemessene Temperatur lag regelmäßig zwischen 22° Celsius und 23° Celsius. Eine Sprungschicht im Bereich um die 20 Meter war jedoch auch normal. Darunter fiel die Temperatur meist auf die Marke um 19° Celsius. Alle Tauchplätze zeichnen sich durch große Seegraswiesen (es lohnt sich, genau nach Schnecken zu schauen) aus, ferner gab es im September sehr viel Schleimalgen. Trotzdem - Sichtweiten um die 20 Meter wurden nur an einem Tag nach einem heftigen Regen unterschritten. Ansonsten bestehen die Tauchspots aus einer sehr felsigen Landschaft mit vielen Über- und Abhängen. Insbesondere unter die Überhänge sollte gründlich geschaut werden - hier verstecken sich die meisten Meeresbewohner. Aus dem Fischbestand sind besonders Drachenköpfen, Congeraalen, Zackenbarschen, Muränen und Barakudas hervorzuheben. Isla EulaliaZwei Ankerplätze, je einer auf der linken und auf der rechten Seite, laden zu einer Vielzahl von Tauchgängen ein. Die interessantere Seite ist die Linke: Nachdem man vom Ankerplatz dem Verlauf der Insel um eine Ecke in einem Winkel von knapp 90° folgt, stößt man nach einer kurzen Schwimmstrecke auf einen "Triumphbogen" genannten Durchlass. In 23-25 Metern Tiefe findet sich eine Felsformation, die in Bogenform über zwei Gesteinsbrocken liegt und bequem durchtaucht werden kann. "Triumphbogen" ist vielleicht etwas protzig, aber trotzdem der für den Platz verwendete Name. Folgt man dem weiteren Verlauf der Insel, kommt man in eine faszinierende canyonartige Felslandschaft. RiffEin Platz, der locker für 3-4 verschiedene Tauchgänge reicht. Die Riffkante fällt in zwei Stufen ("Innen- und Außenriff") ab. Das Riffdach liegt zwischen 5 und 10 Metern Tiefe. Diese Untiefe war vor einiger Zeit durch einen Leuchtturm gekennzeichnet. Ein starker Sturm sorgte im Jahr 2001 dafür, dass der Leuchtturm ins Wasser stürzte. Der Leuchtturm-Fuß liegt in 10 Metern Tiefe, das andere Ende in rund 13 Metern Tiefe. Ein Basisleiter berichtete, dass dieser Leuchtturm "öfter mal" ins Meer stürze und dann wieder aufgebaut werde. Tatsächlich fanden sich einige Meter von diesem großen Lichtsignal Überreste eines zweiten Leuchtturms im Wasser! Faszinierend ist auch die Steilwand der äußeren Riffkante. An anderer Stelle gibt es im Riffdach in ca. 11 Metern Tiefe einen kanalartigen Tunnel, den man bequem nach unten durchtauchen kann. Man kommt dann in 21 Metern auf einer Sandfläche an. Isla RondanaEine kleine, der Bucht vorgelagerte Insel in der Nähe der Isla Eulalia. Neben einem weiteren interessanten Durchlass gibt es hier auf einer Sandgrundfläche in 24 Metern Tiefe ein in zwei große und mehrere kleine Teile gebrochenes Segelbootwrack. Obwohl das Wrack erst wenige Jahre hier liegen soll, ist es recht vermodert und wenig bewachsen. Einen einzelnen Tauchgang ist es dennoch allemal wert. Cap LibrellDer Felswand der Bucht in Richtung Santa Eulalia ist ein teilweise aus dem Wasser ragender großer Block vorgelagert, der bei einem Tauchgang bequem umrundet werden kann. In Richtung der offenen See schließt sich im tieferen Bereich (25-30 Meter) eine Seegraswiese an. Am besten beginnt man den Tauchgang in diese Richtung, bleibt mit einer Seite immer dem Felsen zugewandt und kommt dann langsam in flachere Regionen. Gegen Ende geht es durch einen schmalen Gang in nur vier Metern Wassertiefe. Hier heißt es etwas aufpassen, da an dieser Seite eine nicht zu unterschätzende Brandung durch den Kanal zieht. Im Zweifelsfall - meist lässt sich dass bei der Anfahrt vom Boot aus schon beurteilen - kann der Felsen nicht komplett umrundet werden. Dann bleibt es, je nach Tiefe und Luftvorrat eben bei einer halben oder Dreiviertel-Tour und einem gemütlichen zurücktauchen im flacheren Wasser entlang an der in allen Tiefen interessanten Wand. HöhleDieser Platz kann nicht immer angefahren werden, da Strömung und Wellengang häufig sehr ungünstig auf dem Höhleneingang stehen. Der Ankerplatz liegt kurz vor Cap Librell, klappt es mit der Höhle nicht (so wie ich es in den zwei Wochen erleben durfte), wird meist zu jenem anderen, etwas ruhigerem Platz ausgewichen. |